BRE VINE – KOMPROMISSLOS IN IHRER MUM ERA

Vom Aufbau einer jungen Familie im Ausland bis hin zur Unterstützung ihres Mannes Jay durch die Höhen und Tiefen des Profi-Radsports spricht Bre Vine offen über die Realität hinter den Kulissen.

Das Leben eines Profisportlers und seiner Familie sieht nicht immer wie ein Highlight-Reel aus. Als wir Jay Vine Ende letzten Jahres getroffen haben, bekamen wir einen Einblick in das Leben hinter dem Rennsport.

Nicht nur in die Ergebnisse, sondern in alles, was sie möglich macht.

Im Mittelpunkt davon steht Bre.

Es gibt eine besondere Ehrlichkeit in der Art, wie sie ihr Leben online teilt – direkt und authentisch, ohne ihre Werte aufzugeben. Ihre Socials wirken weder überinszeniert noch übermäßig privat. Sie helfen dabei, die Höhen und Tiefen sichtbar zu machen – durch ehrliche Gedanken zu einer Zeit, in der nicht immer alles nach Plan läuft, aber gleichzeitig die stille Akzeptanz da ist, dass es das auch nicht muss.

Schon bevor ihr Sohn Harrison geboren wurde, verlangte die Unterstützung von Jays Karriere Anpassungsfähigkeit, Belastbarkeit und den inneren Antrieb, das große Ganze im Blick zu behalten. Für Bre ging es nie darum, einen Schritt zurückzutreten, sondern Teil von etwas Gemeinsamen zu werden. Nicht darum, dass sie Opfer bringt oder Jay im Rampenlicht steht, sondern darum, gemeinsam etwas aufzubauen. Es geht um Team Vine.

In dieser ehrlichen Muttertagsgeschichte erzählt Bre davon, wie sie „kompromisslos in ihrer Mum Era“ lebt.

Bre and Jay Vine Riding together

#GETWRECKEDJAY

Der Hashtag #GETWRECKEDJAY taucht immer wieder in Bres Beiträgen auf – und auch andere machen mit. Es klingt vielleicht wie ein lockerer Spruch, aber für Bre und Jay steckt viel mehr dahinter. 
Bre erzählte uns, wie alles mitten in einem Rennen begann, damals in ihrer Jugendzeit beim Mountainbiken in Australien.

„Wir waren auf derselben Strecke, aber in unterschiedlichen Abschnitten. Ich war vorne, Jay hinter mir. Es war ein technisches Mountainbike-Rennen mit langen Serpentinen und engen Kehren.“

„Ich kam durch einen Abschnitt mit Kehren und sah ihn mitten im Rennen mit einem kaputten Laufrad stehen. Als ich an einer Kurve an ihm vorbeifuhr, hatten wir nur ein paar Sekunden Zeit zu sprechen.“

Bre rief: „Was ist passiert?!“

Er rief zurück: „Kaputtes Rad!“

Sie fragte: „Können sie es reparieren?“

Er sagte: „Ja, sie machen es gerade.“

Und als sie um die nächste Kehre fuhr, rief sie: „Get wrecked!“

Nicht böse gemeint, sondern eher im Sinne von: Das ist Rennsport, Dinge gehen schief – kümmere dich darum und fahr weiter.

Er ließ es reparieren, stieg wieder aufs Rad und beendete das Rennen.

Seitdem ist es geblieben.

„Für uns ging es nie um die Worte selbst – sondern um die Einstellung dahinter. Dinge gehen kaputt, Pläne ändern sich, das Leben läuft nicht reibungslos, aber man richtet sich neu aus und macht weiter.“

Und wenn das keine ziemlich treffende Beschreibung von Mutterschaft ist, wissen wir auch nicht weiter.

Various photos of Bre and Jay Vine

Ein Leben als Team

Bevor Jay Profi wurde, war Bre sehr auf ihr eigenes Fahren fokussiert. Sie fuhr Rennen in Australien, machte E-Racing und arbeitete ständig daran, fit zu bleiben und – wie sie selbst sagt – „ehrlich gesagt einfach nur, um im Training an seinem Hinterrad zu bleiben“.

Als er seinen ersten Profivertrag unterschrieb, veränderte sich natürlich vieles.

„Seine Karriere wurde für uns beide zur Priorität… das wurde einfach unsere Normalität.“

Bre übernahm alles hinter den Kulissen: Haushaltsorganisation, Visa für den Umzug nach Spanien, Packen für Rennen, Fahrten zum Flughafen, Reiseplanung, Unterstützung bei der Rennvorbereitung und Fahrten zu Trainingslagern oder Höhencamps. Oft war sie mit ihm unterwegs, nur damit alles reibungslos lief. Zuhause ging es vor allem darum, das Leben so zu organisieren, dass Jay sich komplett auf Rennen und Regeneration konzentrieren konnte.

Da Jay später als die meisten Profis in den Sport einstieg, wussten sie früh, dass es nur als echtes Team funktionieren würde. Für halbe Sachen war kein Platz.

„Ich glaube, diese Zeit hat mich mehr auf die Mutterschaft vorbereitet als alles andere – die ständige Planung, die mentale Belastung, die Flexibilität und der Instinkt, jemand anderen an erste Stelle zu setzen. Mutter zu sein und Jay zu unterstützen fühlt sich nicht wie zwei getrennte Rollen an. Sie existieren nebeneinander und formen sich gegenseitig.“ 

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